Bezahlbar wohnen – damit unser Dorf eine Zukunft hat

Wer in unserem Dorf aufwächst, soll hier auch bleiben können. Doch immer häufiger scheitert genau das. Junge Menschen ziehen nach der Schule weg – zum Studieren, für eine Ausbildung oder den ersten Job – und kommen nicht mehr zurück. Nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil sie sich die Mieten einfach nicht leisten können.

In Großkrotzenburg, einer Gemeinde mit rund 8.000 Einwohnern, ist der Wohnungsmarkt begrenzt – und genau das ist das Problem. Besonders kleine Wohnungen für Studierende, Auszubildende und junge Erwachsene fehlen fast vollständig. Familien mit niedrigem oder mittlerem Einkommen konkurrieren um die wenigen verfügbaren Angebote. Wer kein hohes Gehalt oder ein Erbe vorweisen kann, hat oft das Nachsehen – oder zieht weg.

Dabei ist eines klar: Bezahlbarer Wohnraum ist keine Almosenleistung, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Gemeinde. Wenn junge Menschen hier keine bezahlbare Wohnung finden, fehlen sie später als Fachkräfte, als Engagierte im Ehrenamt oder als Eltern der nächsten Generation. Ein Dorf ohne junge Erwachsene ist wie ein Fußballverein ohne Nachwuchs – irgendwann spielt man nur noch Freundschaftsspiele.

Deshalb machen wir uns stark dafür, dass unsere Gemeinde konkrete Schritte unternimmt, um zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Konkret heißt das: Es braucht mehr kleine, energieeffiziente Wohnungen für Studierende und Auszubildende, bezahlbare 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen für junge Erwachsene und einkommensschwächere Familien sowie flexible Grundrisse, die sich an die verschiedenen Lebensphasen anpassen lassen. Nicht jeder Wohnraum muss luxuriös sein, aber er sollte würdevoll, bezahlbar und nachhaltig gestaltet werden.

Wie kann das angesichts klammer öffentlicher Kassen in Großkrotzenburg erreicht werden? 

Zum einen kann die Gemeinde bei der Festlegung des Bebauungsplans für ein neues Neubaugebiet festgelegen, dass Mehrfamilienhäusern der Vorrang vor Einfamilienhäusern gegeben wird. Auch eine Quote für Sozialen Wohnungsbau kann für das Neubaugebiet vorgegeben werden.  

Gleichzeitig kann die Gemeinde freiwerdende Flächen im Ort gezielt an Investoren vergeben, die dort sozialen Wohnungsbau errichten.  

Und perspektivisch halten wir auch eigenen Wohnungsbau unserer Gemeinde für machbar. 

Oft wird gesagt, dass sozialer Wohnungsbau für kleine Gemeinden zu teuer ist. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Der Bau einer geförderten Wohnung kostet derzeit, je nach Standard, etwa 2.800 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter. Eine 60-Quadratmeter-Wohnung kommt also auf rund 180.000 bis 210.000 Euro. Dank Landes- und Bundesförderprogrammen können bis zu 40–60 Prozent dieser Kosten abgedeckt werden. Für die Kommune bedeutet das langfristig stabile Werte und dauerhaft bezahlbare Mieten von etwa 8 Euro pro Quadratmeter. Das ist auf lange Sicht günstiger, als qualifizierte junge Menschen zu verlieren, gleichzeitig sind langfristig die Mieteinnahmen ein Plus für die Gemeindekasse und finanzieren die Kreditzinsen.

Es geht um diejenigen, die hier lernen, arbeiten und Familien gründen möchten. Unser kommunaler Fokus muss dort liegen, wo der Wohnungsmarkt für die Bevölkerung versagt. Das ist kein Entweder-Oder, sondern eine Frage der Prioritäten.

Sozialer Wohnraum lässt sich zudem ökologisch sinnvoll gestalten: Holzbauweise, Photovoltaik, niedrige Nebenkosten durch gute Dämmung. Wer heute baut, plant für Jahrzehnten – und sollte sowohl die Klimaziele als auch die Stromrechnung der Mieter nicht aus den Augen verlieren. Bezahlbar wohnen bedeutet eben auch: bezahlbar leben.

Unser Ziel ist klar: Ein Dorf, in dem man ausziehen kann, ohne wegziehen zu müssen. Ein Ort, an dem junge Menschen bleiben, zurückkehren und sich eine Zukunft aufbauen können. Dafür braucht es politischen Willen, mutige Entscheidungen und die Erkenntnis, dass der Markt es nicht alleine regelt.

Kurz gesagt: Wenn wir wollen, dass unser Dorf lebendig bleibt, müssen wir mehr tun als nur Sonntagsreden halten – wir müssen Wohnungen bauen, die sich auch unter der Woche noch finanzieren lassen.

Bildnachweis: Google Streetview, Projekt „Alte Feuerwache“ Darmstadt-Arheilgen

Wenn es Nacht wird in Großkrotzenburg… 

Grüne Großkrotzenburg/js  Hanau Hauptbahnhof, 1.05 Uhr, Januar, leichter Schneefall, schneidender Wind, -3 Grad Celsius, gefühlt -10 Grad. Und man steht am Gleis und blickt fassungslos auf den Fahrplan, weil der letzte Zug nach Großkrotzenburg vor 7 Minuten abgefahren ist. Das ist der Moment, in dem wahrscheinlich jeder findet, dass der öffentliche Personennahverkehr nicht wirklich ein Luxusgut ist. Denn nun bleiben einem nur noch ein Taxi (wenn man eines findet) oder ein beherzter Fußmarsch, will man die Nacht nicht am Bahnhof verbringen. Um 5.27 Uhr fährt schon der erste Bus nach Großkrotzenburg. Na denn, gute Nacht!

Doch auch weit weniger dramatische Szenarien lassen die Lücken im ÖPNV in Großkrotzenburg deutlich werden. Jetzt haben wir dieses schöne MVZ, doch wie kommt man hin? Glücklich, wer hier nicht auf das dürftige Angebot des ÖPNV angewiesen ist, gut zu Fuß ist oder das Rad nutzen kann.   

Ähnliches gilt für den Bahnhof. Auch hier sind des Schusters Rappen die besten Freunde des Reisenden, wenn er sich nicht per Auto zur Bahn bringen lassen will, denn die nächste Bushaltestelle ist ein tüchtiges Stück Weges entfernt, für den man schon mal 10 Minuten einplanen sollte. Und wenn ich im Eichelacker wohne und zu den Verbrauchermärkten in der Marie-Curie-Straße will? Keine Chance mit den Öffentlichen. 

Großkrotzenburg ist ein Straßendorf, die Ortsenden im Westen und im Osten sind weit voneinander entfernt, und leider ist man zur Überwindung dieser Strecken größtenteils auf den eigenen Fuhrpark angewiesen.

Wir Grünen in Großkrotzenburg machen uns deswegen dafür stark, mit dem RMV Verhandlungen über die Bedingungen eines Beitritts von Großkrotzenburg zum Bereich von Carlos aufzunehmen. Carlos ist ein sogenannter On-Demand-Shuttleservice, auf Deutsch etwas, das früher den sperrigen Namen Anrufsammeltaxi trug. Wie funktioniert das? Im Ortsgebiet gibt es zahlreiche Haltepunkte, man ruft bei einer Nummer an und lässt sich vom nächstgelegenen Haltepunkt zu dem Haltepunkt fahren, der dem Ziel am nächsten liegt. Die Kosten sind etwas teurer als bei einem Busticket, aber wesentlich günstiger als bei Nutzung eines Taxis.

Sollte sich Carlos aus finanziellen Gründen als nicht realisierbar erweisen, sind wir dafür, die Idee eines Bürgerbusses näher zu betrachten. In diesem Modell fahren ehrenamtliche Helfer ein von der Gemeinde bereitgestelltes Fahrzeug in einem ähnlichen Modell wie bei Carlos.  

Weiterhin ist mit dem RMV die Frage nach weiteren Haltestellen der schon existierenden Buslinie 566 (etwa am Bahnhof) zu klären. Der Bau der neuen Haltestelle am MVZ muss nachgehalten werden. Und auch am Wochenende ist ein höherer Takt wünschenswert: Die Fahrgäste sind da. Die Verbindung der Buslinie 566 bis Kahl darf keinen Sparmaßnahmen zum Opfer fallen.

Neben diesen auf das Ortsgebiet bezogenen Lösungen machen sich die Grünen Großkrotzenburg aber auch für die eingangs erwähnte Anbindung an Frankfurt/Hanau und Aschaffenburg stark.  

Die Taktung der RB 58 darf nicht vergröbert werden, auch sollte hier über ein zweistündige Taktung in den Nachtstunden nachgedacht werden. Der RE 55 sollte nicht nur einmal am Morgen in Großkrotzenburg halten.  

Alle Forderungen haben ein gemeinsames Ziel: Mehr Menschen sollen Bus und Bahn nutzen. Das entlastet die Umwelt, spart Geld und bringt soziale Teilhabe. Gerade für Jugendliche, ältere Menschen oder Menschen ohne Auto ist das ein Gewinn.

Außerdem geht es um Verbindungen, die Sinn machen. Weniger Umsteigen, bessere Taktung, direktere Strecken. So wird der ÖPNV attraktiver. Genau dafür stehen die Grünen: Nachhaltige, soziale und bürgernahe Mobilität.

Radfahren attraktiv machen! – Für ein gutes Miteinander von Auto-, Rad- und Fussverkehr

Grüne Großkrotzenburg/as In unserer Gemeinde lässt sich vieles ohne Auto erledigen: Supermärkte und Geschäfte, Schulen und Kindergärten, Sport und Vereine, Ärzte und Sonntagsbrötchen – viele Angebote sind da und in einer Entfernung, die sich wunderbar per Fahrrad machen lässt. Tatsächlich ist für viele Großkrotzenburger*innen das Fahrrad im Alltag ein gerne genutztes Verkehrsmittel.

Die Taunus-/Lindenstraße wird dabei von vielen gemieden: Dies entspricht dem Wunsch der Autofahrenden nach Geschwindigkeit, und gleichzeitig auch dem Wunsch der Radfahrenden nach Sicherheit. Stattdessen werden die Wege durch die Wohngebiete genutzt, wo das Verkehrsaufkommen so niedrig ist, dass eine gemeinsame Nutzung sowohl mit Fußgängern als auch mit Autoverkehr mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme gut machbar ist. Die Friedrichstraße ist die Fahrradstraße Großkrotzenburgs, wenn auch ohne Schild. 

Doch es gibt einige Dinge, die das Radfahren noch attraktiver machen könnten, und die wollen wir als Grüne Großkrotzenburg angehen. 

Mit dem Radverkehrskonzept des Main-Kinzig-Kreises und dem Konzept für den Radschnellweg Hanau-Aschaffenburg wurde in der Vergangenheit schon viel planerische Vorarbeit geleistet. Es gab die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung und viele haben sich mit Ideen und Vorschlägen eingebracht. Wir stehen nun dafür, diese Konzepte Stück für Stück aus der Schublade in die Realität zu holen.  

Besonders machen wir uns für die folgenden Verbesserungen stark: 

  1. Fuss- und Radweganbindung Waldseesiedlung: Sie schafft einen sicheren Weg zu den Supermärkten und umgeht die Engstelle zwischen Oberwaldstraße und Rossmann. Dieser Weg ist bereits seit Jahren geplant und im Haushalt vorgesehen. Wir drängen auf eine zeitnahe Realisierung. 
  2. Instandsetzung und Ausbau des Wegs nördlich entlang der Bahnlinie vom Bahnhof Großkrotzenburg bis Kahl (der “Vulkanweg”): Dies ist für dutzende Schüler der Kreuzburg der tägliche Schulweg. In den Stoßzeiten ist die Straße stark befahren, Elterntaxis drängen sich mit Schulbussen. Radfahrende sollten daher besser direkt an der Bahnlinie fahren, doch der Weg gleicht einer Vulkanlandschaft und ist nur als Fußweg ausgeschildert. Im Konzept des Radschnellwegs Hanau-Aschaffenburg ist dieser Weg ein Teilstück, d.h. für den Ausbau können  Fördermittel beantragt werden. Ja, möglicherweise wird der 4-spurige Ausbau der Bahnstrecke in Zukunft sowieso Bauarbeiten in diesem Bereich bringen. Doch da nicht klar ist, ob dies wirklich in den nächsten 10 Jahren etwas wird, sollte die Gemeinde nicht so lange untätig warten.
  3. Mehr gemeinsame Nutzung bestehender Wege: Wir machen uns stark für das einfache Schildchen “Fahrrad frei” an Einbahnstraßen und Fussgängerdurchlässen. Das Verkehrsaufkommen in den Wohngebieten ist im Allgemeinen gering, de facto nutzen Fahrradfahrer diese Wege. “Fahrrad frei” bedeutet, dass Fussgänger Vorrang genießen und Rücksicht genommen wird. Radfahrer müssen sich aber nicht mehr als regellose Rowdies fühlen, wenn sie einen leeren Weg benutzen.
  4. Bessere Fahrradabstellmöglichkeiten am Bahnhof, die ein sicheres Abschließen des Rahmens ermöglichen.
  5. Eine weitere Verbesserung des Mainuferwegs ist ebenfalls wünschenswert. Die oberflächliche Sanierung hat schon deutliche Fortschritte bewirkt, aber ist keine dauerhafte Lösung. Kurzfristig sehen wir andere Investitionen höher auf der Prioritätenliste, aber perspektivisch wollen wir auch hier eine bessere Lösung.

Radfahren soll für Alte und Junge sicher und komfortabel sein. Dafür wollen wir uns als Grüne einsetzen und bitten um Ihre Stimme bei der Kommunalwahl. Mit Ihrer Unterstützung bekommt die Friedrichstraße dann vielleicht doch noch ihr Schild “Fahrradstraße”, wie wär’s?

Mehr Grün für unsere Gemeinde – eine Investition, die sich auszahlt

Wenn der Sommer kommt, wird es in unserer Gemeinde spürbar wärmer. Asphalt heizt sich auf, Plätze werden gemieden, und selbst der Spaziergang zum Bäcker fühlt sich manchmal an wie ein Kurzurlaub in der Saunalandschaft. Stadtbegrünung ist daher längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern eine zentrale Zukunftsfrage – auch für Großkrotzenburg.

Wir setzen genau hier an: Grünflächen erhalten, neue schaffen und Natur wieder stärker in den Alltag holen. Das Ziel ist klar – lebenswerte Orte für Menschen, Tiere und Pflanzen, heute und morgen.

Warum mehr Grün dringend nötig ist

Grünflächen sind wahre Multitalente:

  • Klimaschutz und Abkühlung: Bäume und Grünanlagen senken nachweislich die Umgebungstemperatur um mehrere Grad. An heißen Tagen kann ein schattiger Platz bis zu 10 °C kühler gegenüber einer versiegelten Fläche sein.
  • Schutz vor Starkregen: Entsiegelte Flächen lassen Wasser versickern, entlasten die Kanalisation und reduzieren Überschwemmungsrisiken.
  • Lebensraum für Insekten und Vögel: Blühwiesen, Hecken und naturnahe Grünflächen sind essentiell für Bienen, Schmetterlinge und viele andere Arten.
  • Freizeit und Gesundheit: Parks, schattige Wege und grüne Spielplätze steigern die Lebensqualität – Bewegung im Grünen ist nachweislich gut für Körper und Seele.

Oder anders gesagt: Grünflächen sind günstiger als Klimaanlagen, leiser als Ventilatoren und brauchen keinen Stromanschluss.

Die Probleme – ehrlich benannt

Auch in unserer Gemeinde sehen wir Herausforderungen:

  • Viele Straßenbäume sind in den Hitzesommern erkrankt oder abgestorben und wurden nur teilweise ersetzt. In der Bahnhofstraße und der Gutenbergallee wurden neue Bäume gepflanzt, im Neubaugebiet und entlang anderer Straßen entstehen aber immer neue Lücken.
  • Pflegeintensive Rasenflächen, die wenig Nutzen für die Artenvielfalt haben, wie z.B. im “Park” vor der Schule.
  • Mangelnde Pflege, wenn z.B. Brombeerranken Radwege überwuchern, oder die Bepflanzung der Grünanlagen verwildert.
  • Knappes Budget und der Eindruck, Grün sei “ganz nett, aber teuer“

Doch genau hier setzen Grüne kommunalpolitische Konzepte an: langfristig denken, Folgekosten vermeiden und Fördermittel nutzen.

Konkrete Lösungen für unsere Gemeinde

  1. Bäume pflanzen – systematisch und nachhaltig: Straßenbäume, kleine Baumgruppen auf Freiflächen oder Schattenspender an Bushaltestellen wirken sofort.
    • Kosten: ca. 500–1.500 € pro Baum (inkl. Pflanzung und Anwuchsphase)
    • Nutzen: Kühlung, CO₂-Bindung, Aufenthaltsqualität
  2. Blühwiesen statt Zierrasen: Extensiv gepflegte Wiesen sind günstiger als oft gemähter Rasen und ein Paradies für Insekten.
    • Umstellungskosten: ca. 1–3 € pro m²
    • Langfristig geringere Pflegekosten
  3. Pflege priorisieren: Die Pflege der Grünanlagen gehört zu den Aufgaben des Bauhofs. Wir fordern die Verwaltung auf, diesem Punkt ausreichend Priorität zu geben. Gerade, wenn mit der inzwischen notwendigen Bewässerung von Bäumen noch zusätzliche Aufgaben hinzukommen. Gepflegte Grünanlagen sind die Visitenkarte unseres Ortes und tragen zu einem besseren subjektiven Eindruck über den Zustand unseres Ortes bei.
  4. Bürger*innen einbinden: Patenschaften für Beete, gemeinschaftliche Pflanzaktionen oder “Essbare Gemeinden“ stärken den Zusammenhalt. In den letzten Jahren war der Osterbrunnen der Landfrauen vor dem Theodor-Pörtner-Haus ein schönes Beispiel hierfür. Die Gemeinde sollte dies unterstützen und fördern. Wieso nicht auch den alten Brunnen am Park gemeinschaftlich gestalten?

Finanzierung: machbar und sinnvoll

Viele Maßnahmen werden durch Landes- und Bundesprogramme gefördert, etwa im Bereich Klimaanpassung oder Naturschutz. Zudem gilt: Jeder heute gepflanzte Baum spart morgen Geld – bei Gesundheit, Infrastruktur und Klimafolgen.

Fazit

Stadtbegrünung ist keine Ideologie, sondern eine pragmatische Antwort auf Hitze, Artensterben und schafft Flächen zum Wohlfühlen. Die Vorschläge von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigen: Mit klaren Zielen, realistischen Maßnahmen und Bürgerbeteiligung kann auch eine Gemeinde wie Großkrotzenburg viel erreichen.
Und ganz ehrlich: Ein schattiger Platz mit Bäumen ist doch allemal besser als ein weiterer Parkplatz, der im Sommer so heiß wird, dass man darauf Spiegeleier braten könnte – ganz ohne Herd. 🌳

Mehr Grün. Mehr Lebensqualität. Für unsere Gemeinde.



Quellen:

  • Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL): Regelwerke, -Fachtagungen und Zertifizierungen für Qualität in der Grünen Branche.
  • Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung: Freiraum und Stadtgrün; Risikovorsorge
  • KFW: Öffentliche Einrichtungen
  • Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN): Anpassung an den Klimawandel
  • Bfn: Stadtnatur
  • Umweltbundesamt: Regenwasserbewirtschaftung
  • DWD: Leistungen im Stadtklima
Blick nach vorne, Blick zurück

Grüne Großkrotzenburg/as Das neue Jahr 2026 ist nun schon einige Tage alt, aber dennoch möchten wir Ihnen allen hier noch einen guten Anfang wünschen, und dass Sie erfolgreich sind bei allem, was Sie anpacken!

Für uns als Grüne Großkrotzenburg ist selbstverständlich die Kommunalwahl im kommenden März ein großes Ziel. Ab dieser Woche stellen wir Ihnen deshalb im Freitag Aktuell und hier auf unserer Homepage einerseits unsere Kandidierenden vor und andererseits die Themen, die wir mit Ihrer Unterstützung in Großkrotzenburg umsetzen wollen.

Doch zunächst wollen wir den Blick zurück wagen, in die letzte Legislaturperiode seit 2021: Was haben wir geschafft, was nicht? Was lief gut, was noch nicht?

18 Anträge hat die Fraktion der Krotzenbojer Grüne eingebracht, 7 davon wurden von der Gemeindevertretung angenommen und von der Verwaltung umgesetzt. Neben kleineren Dingen wie dem Bienenfutterautomaten oder einer Regenbogenfahne fürs Rathaus ist hier die jährliche „Aktion saubere Gemarkung“ zu nennen, die mit Corona einzuschlafen drohte, auf unseren Vorschlag hin aber wieder durchgeführt wird.

5 Anträge wurden abgelehnt oder die Umsetzung scheiterte. Besonders schade ist aus unserer Sicht, dass der barrierefreie Schleusenübergang vorerst nicht realisiert wird, da das Projekt von der Hainburger CDU und dem Bündnis für Hainburg abgelehnt wurde. Die Hainburger Grünen standen hinter diesem Vorhaben.

Auch bei der Festlegung der Flächen für ein neues Neubaugebiet in Großkrotzenburg konnten wir unsere Position nicht durchsetzen. Aus unserer Sicht wäre die Fläche nördlich des Eichelacker besser geeignet gewesen: kompakterer Ort, kürzere Wege, Frischluftschneise, weniger Flächenverbrauch. Die anderen Parteien wollten jedoch, dass die Flächen entlang der Taunusstraße als Neubaugebiet geplant werden. Dem müssen wir uns fügen. Wir werden nun versuchen, bei der detaillierten Festlegung des Bebauungsplans für grüne Aspekte Mehrheiten zu finden.

6 Anträge wurden angenommen, sind aber noch „in Bearbeitung“. Für Beschlüsse aus der jüngeren Zeit ist das ok, aber auf der Liste sind auch Beschlüsse, die schon jahrelang im Sand verlaufen: aus 2021 ein Beschluss zur Kontrolle der Streuobstwiesen. aus 2023 zwei Beschlüsse zu Prüfungen, inwiefern energetische Sanierung oder PV-Anlagen für die gemeindeeigenen Gebäude möglich sind. Auch andere Fraktionen haben das Problem, dass die zeitnahe Umsetzung der Beschlüsse der Gemeindevertretung oft hakt. Vor diesem Hintergrund ist es ein Fortschritt, dass die Gemeindeverwaltung inzwischen auf Drängen der Gemeindevertretung eine Liste führt und über den Bearbeitungsstand Auskunft gibt. Auch in der nächsten Periode wird das Nachhalten der Beschlüsse wichtig sein.

Neben den eigenen Anträgen haben wir uns in der Gemeindevertretung auch in die Diskussionen um andere Fragen eingebracht. Wir haben dazu beigetragen, sinnvolle Kriterien festzulegen, nach denen die Neuverpachtung des Strandbades erfolgte. Wir haben verhindert, dass das Bürgerhaus in Erbpacht langfristig einfach dem jetzigen Pächter zu überlassen, ohne dass vorher die Bürgerinnen und Bürger um ihre Meinung gefragt werden. Wir stehen dazu, mit dem Neubau der Gemeinschaftsunterkunft günstigen, vielseitig nutzbaren Wohnraum in Gemeindeeigentum zu schaffen.

Im neuen Jahr wollen wir mit Ihrer Unterstützung den Weg fortsetzen, für ein lebenswertes Großkrotzenburg!

Mit grüner Liste für Großkrotzenburg

Die Großkrotzenburger Grünen haben ihre 20-köpfige Liste für die kommende Kommunalwahl erfolgreich aufgestellt – mit einem Team, das gleichermaßen Erfahrung, frischen Wind und Offenheit vereint. Auf den Spitzenplätzen kandidieren Lucas Bäuml und Sophia Spottke, die beide für eine moderne, zukunftsorientierte Kommunalpolitik stehen.

Auf der gemeinsamen offenen Liste treten sowohl die Krotzebojer Grünen als auch Mitglieder von Bündnis 90 und unabhängige Personen unter dem gemeinsamen Banner von Bündnis 90 an. Viele bekannte Gesichter aus der vergangenen Wahlperiode sind ebenso vertreten wie zahlreiche neue Kandidierende, die neue Ideen und zusätzliche Dynamik in die Kommunalpolitik einbringen möchten.

Als besondere Stärke sehen wir unsere Kernkompetenzen: Erfahrung, frischer Wind, Offenheit und Kompromissfähigkeit. Damit wollen wir konstruktiv, lösungsorientiert und nah an den Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft Großkrotzenburgs gestalten.

Die Vorstellung der einzelnen Listenplätze erfolgt im neuen Jahr, damit alle Bürgerinnen und Bürger genau wissen, wen sie wählen können und wofür die einzelnen Kandidierenden stehen.
Wir freuen uns auf den politischen Austausch mit allen.

Einladung zum Adventsumtrunk

Wir laden alle Großkrotzenburger ein, am Freitag, den 19.12., ab 19:00 vor dem Theodor-Pörtner-Haus mit uns einen Glühwein oder Kinderpunsch zu trinken und sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen.
Lasst uns gemeinsam ins Gespräch kommen und Ideen zur Zukunft Großkrotzenburgs austauschen.

Was viele Großkrotzenburger sich wünschen

“Was braucht Großkrotzenburg?” Diese offene Frage hatten wir hier im Freitag Aktuell, aber auch online und über Flyer den Menschen in Großkrotzenburg gestellt. Dutzende Personen haben sich die Mühe gemacht, unseren Online-Fragebogen auszufüllen. Vielen Dank allen Teilnehmenden an dieser Stelle! Euer Input gibt uns gute und wichtige Denkanstöße.

Ja, und was kam denn genau dabei heraus? Was will Großkrotzenburg denn nun? — Langsam, erst einmal überlegen: Eine solche Umfrage beantworten eher Menschen, die sich für das Lokalgeschehen interessieren, und auch häufiger die, die sich den Grünen nahe fühlen.
Die meisten Antworten kamen aus der Altersgruppe über 40. Die Ergebnisse sind also alles andere als repräsentativ.

Ein wichtiges Anliegen unter den Teilnehmenden waren mehr Radwege und mehr Verkehrsberuhigung. Die Situation der Fernwärme wurde selbstverständlich als dringendes Problem genannt. Vielen Großkrotzenburgern sind aber auch mehr Bäume und gepflegte Grünanlagen wichtig. Für diese Dinge setzen wir uns als Grüne gerne ein.


Das Thema, das jedoch am häufigsten genannt wurde, sogar vor Radwegen, sogar vor Fernwärme: der Wunsch nach einer besser funktionierenden Gemeinde. Das heißt mehr Transparenz, weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen, und wenn eine Entscheidung
getroffen wurde, dann eine zeitnahe Umsetzung. Es bedeutet, dass die Fraktionen in der Gemeindevertretung bei allen Gegensätzen konstruktiv zusammenarbeiten, und vor allem die Verwaltung sich als Service für die Bürger versteht. Gerade eine kleine Gemeinde wie Großkrotzenburg sollte eigentlich besonders bürgernah sein, aber in unserer Umfrage kam eine hohe Unzufriedenheit mit der Kommunalpolitik vor Ort zum Ausdruck.


Was können wir als Grüne konkret tun, um dies zu verbessern?
Als Fraktion der Gemeindevertretung können wir die Transparenz vergrößern, indem wir unsere Positionen erklären, und indem wir bei Bedarf Anfragen an die Verwaltung stellen. Wir bemühen uns, einen sachlichen, lösungsorientierten und kompromissbereiten Umgang in der Gemeindevertretung zu pflegen. Und wir können bei den langwierigen Themen immer wieder nachhaken, bis sich etwas bewegt.
Wir probieren es.

Haushaltsklausur in Hösbach

Am letzten Wochenende trafen sich die Krotzebojer Grüne in Hösbach, um den Haushalt für das kommende Jahr zu beraten. Da ein konkreter Haushaltsentwurf noch nicht vorliegt, wurden die Themenfelder abgesteckt, in denen bei den Haushaltsberatungen für die Umsetzung grüner Politik gekämpft werden soll.
Aber auch die in der Gemeinde sehr emotional besetzten Themen wie die Zukunft des Bürgerhauses und des Strandbads wurden zwischen Fraktion und den Mitgliedern des Ortsverbands kontrovers und sachlich diskutiert. Daneben fand sich noch Zeit, Visionen für die Zukunft Großkrotzenburgs zu entwerfen, in denen die Situation von Familien und der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum ebenso berücksichtigt werden, wie die Bedürfnisse einer älter werdenden Bevölkerung nach einem angemessenen, barrierefreien Mobilitätsangebot.
Zufrieden mit dem Ergebnis nach zwei Tagen intensiver Arbeit hoffen wir, mit unseren Ideen und Initiativen einen Beitrag für ein lebenswertes, grünes und zukunftsfähiges Großkrotzenburg zu leisten.

Die Birne flackert…

Eine Birne flackert an der Decke des Saals im Bürgerhaus, in dem die Gemeindevertretung tagt und zieht den einen oder anderen irritierten Blick eines Gemeindevertreters auf sich. Eine Sitzung, bei der es auch indirekt um die Frage geht, ob der jetzige Pächter das Bürgerhaus de facto geschenkt bekommen soll, zum Wohle der Gemeinde versteht sich, die dann diesen maroden Sanierungsfall Bürgerhaus endlich aus
den Büchern streichen könnte.

Geschenkt? Wieso geschenkt? Es ist rein rechtlich natürlich kein wirkliches Geschenk. Das Grundstück soll in einem Erbpachtvertrag überlassen werden, für das Gebäude, dessen Sanierungsbedarf aktuell mit sechs Millionen Euro beziffert wird, wird wohl ein symbolischer Preis von einem Euro zu entrichten sein.

Für die Erbpacht zahlt der Pächter dann jährlich eine festgelegte Summe an die Gemeinde, den sogenannten Erbpachtzins. Die Gemeinde ihrerseits zahlt dem Pächter aber wieder Miete für das weiterhin im Bürgerhaus befindliche JUZ. Sollte diese Miete dann höher oder gleich hoch wie der Erbpachtzins ausfallen, so nutzt der Pächter das Gebäude unentgeltlich, bekommt es also de facto geschenkt. (Nun gut, wenn er aktuell einen Euro Pacht pro Jahr bezahlt, verschlechtert sich die Finanzlage der Gemeinde dadurch nicht wirklich.)

Natürlich wird der neue, stolze Besitzer dann sofort Millionen in die Hand nehmen, um das Gebäude technisch in jeder Hinsicht auf den neuesten Stand zu bringen, er ist ja schließlich der Eigentümer und will, wie jeder Privatmann, sein Eigentum erhalten.

Was aber, wenn er beschließt, mit der Sanierung abzuwarten? Reinregnen wird es vorerst nicht, die Gemeinde war ja so nett, das Dach letztes Jahr für 500.000 Euro zu renovieren. So könnte er, wie bisher, erst einmal ordentlich Geld verdienen und eventuell auftretende Mängel nur notdürftig flicken, wie 2023, als einer seiner Mitarbeiter das undichte Dach mit Paketband ‘reparieren’ wollte. Sollte das Bürgerhaus dann tatsächlich in zehn Jahren so weit herunter gekommen sein, dass eine weitere Nutzung von Amts wegen untersagt werden muss, dann gibt er es eben der Gemeinde zurück und verklagt sie womöglich anschließend noch auf eine Entschädigung über mehrere Millionen Euro – für den Nutzungsausfall.

Das sind zwei mögliche Szenarien, wie es mit der Erbpacht laufen könnte. Der Blick an die Decke auf die flackernde Birne, ein wirklich leicht festzustellender und zu behebender Defekt, lässt mich ein wenig am Eintritt des ersten Szenarios zweifeln. Aber seien wir gerecht: Mit Paketband ist so etwas tatsächlich sehr schwer zu reparieren…